Karlsruhe in Ruhe

Die Sonne lacht und ich habe die KC am Start – die Karlsruhe Card, das passt! Erste Station:

die Städtische Galerie. Genau wie das benachbarte ZKM ist sie in eine riesigen, ehemaligen Munitionsfabrik eingezogen und nutzt den großen Raum im Erdgeschoss für eine Sonderausstellung „Paris, Paris!“ – Maler aus Karlsruhe an der Seine. In den beiden Etagen ist die Sammlung ausgestellt. Gleich nebenan: das ZMK -Zentrum für Kunst und Medien, das zum 30. Geburtstag einen Querschnitt der weltgrößten Medienkunstsammlung präsentiert und im Erdgeschoss eine sehr interessante und sehr interaktive Ausstellung „Open Codes“ – Die Welt als Datenfeld. Die Übertragung des Alphabets in ein dreidimensionales Gebilde, mit dem alle Buchstaben darstellbar sind.

Eine Unmenge an Stationen und interessanten Fakten; wenn ich das geahnt hätte, wäre ich einen Tag nur dafür geblieben. In dem Gebäude, das zehn große Lichthöfe wie diesen hier hat, ist auch noch eine Hochschule für Gestaltung untergebracht.

Nach einer kurzen Verschnaufpause gehe ich zum Staatlichen Naturkundemuseum und komme am Bundesgerichtshof vorbei. Das ist der Eingangsbereich, das Gericht ist ein altes Gebäude. Die Stephanskirche am Friedrichsplatz. Ich wollte gerade bei Wikipedia nachschauen, wie stark Karlsruhe im Krieg zerstört wurde, aber Wikipedia hat heute große Teile abgeschaltet und protestiert damit gegen das neue Urheberrecht, das am 27.3. von der EU beschlossen werden soll. Das Museum ist eine Mischung aus Ausstellung und lebenden Tieren. Dabei sind verstaubte, alte Dioramen ebenso zu sehen wie ganz neue Bereiche wie dieser. Mein Liebling

Auch die schönen alten Säle sind sehenswert. Die Staatliche Kunsthalle akzeptiert im zweiten Anlauf meine Karlsruhe-Card und präsentiert die Ausstellung „Licht und Leinwand“ -Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert. Die allein ist den Besuch wert. Es gibt aber noch eine sehr umfangreiche Sammlung, bei der ich mir nur den Teil im Haupthaus ansehe. Dann ist Schluss. Ich muss was essen und mich auf den Weg zum Theater machen. Dieses Gebäude, das vom Amtsgericht genutzt wird, wird in den nächsten Jahren abgerissen und weicht einem Ergänzungsbau der benachbarten Kunsthalle. Beide werden unterirdisch verbunden sein. Den Um-und Neubau planen Staab Architekten Berlin.

Das Theater war ambitioniertes Boulevard, recht unterhaltsam.

So, noch sechs Stunden Zugfahrt und dann ist diese Tour vorbei. Das war der letzte Beitrag.

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