Toulouse

hakt ganz gewaltig. Der Start heute war mies, Internet ist auch nicht arbeitsfähig- mal sehen, ob die Stadt das noch reißen kann. Eventuell gibt es erst wieder Meldung am Mittwoch.

Nach der ersten Nacht sieht es schon etwas besser aus. Ich habe die Box endlich mit dem Internet verbinden können und die Heizung arbeitet auch. All das aber im Selbstversuch nach mehreren Telefonaten.

Ich habe mir aber eine leckere Gemüsepfanne gekocht, einen guten Malbec geöffnet und endlich mal das Buch weiter gelesen, das ich mit mir rumtrage. Heute Abend (Sonntag) gibt es erste Eindrücke von der Stadt.

So, alles wieder gut.

Wieder über die Pont Neuf ins Stadtzentrum zurück und siehe da: die Information hat geöffnet und versorgt mich mit dem Material und einem Toulouse-Pass für 72Stunden und 35€. Ich plane kurz den Tag passend zu den Öffnungszeiten und vorgeschlagenen Touren und dann geht es los. Gleich um die Ecke ist das Capitolium, in dem die repräsentativen Rathausräume zu besichtigen sind:

Von hier ist es nicht weit zur Basilika Saint-Sernin, die dem ersten Bischof und/oder Märtyrer (noch zu Römerzeit) der Stadt geweiht ist.

Im Jahre 1060 begonnen, hat man einige hundert Jahre nach den alten Bauplänen gezimmert und so die größte romanische Kirche errichtet. Gleich daneben ist ein recht kleines archäologisches Museum. In der Sonderausstellung schlägt man den Bogen von den antiken Sagengestalten zu den Superhelden von heute. Das ganze als interaktive Schnitzeljagd, die mich überfordert, weil es sie nur auf Französisch gibt.

In der Dauerausstellung gibt es eine sehr schöne Reihe der Taten des Herkules als Reliefs. In der Stadt soll es eine ganze Menge Street-Art geben, unter anderem diese Pixel-Aliens an den Fassaden. Ich laufe heute die ganze Zeit, weil alle Ziele dicht beieinander liegen. Im ehemaligen Augustinerkloster ist das Kunstmuseum eingezogen. Die obere Etage ist geschlossen und wird renoviert. Mir bleibt der Kreuzgang

mit dem betrunkenen Chor der Wasserspeier und die Sammlung gotischer Skulptur

die auch in der Klosterkirche ausgestellt wird und die romanische Skulptur in überraschender Präsentation. 2014 hat der Amerikanische Künstler Jorge Pardo im Rahmen der Ausstellung moderner Kunst diesen Saal neu gestaltet. Die unterschiedlichen Lampenfarben verweisen auf unterschiedliche Kirchen aus denen die Stücke stammen.

Und weiter geht’s:Die Fondation Georges Bemberg nutzt dieses Gebäude zur Ausstellung der Sammlung.

Sehr prächtig und liebevoll erweckt es die Zeit wieder zum Leben. Dem ersten Saal ist das Thema Venedig zugeordnet- Muranoglas- Leuchter und Veduten von Canaletto. Das Château de l’Eau – ein altes Wasserwerk – ist heute eine Galerie, in der ein belgischer Fotograf ausstellt; teilweise sehr anrührende Bilder und teilweise banal. Das Museum für zeitgenössische Kunst ist bis zum Wochenende geschlossen und bereitet eine Picasso-Ausstellung vor. Das Relief von Fernand Léger war wenigstens zu sehen.

Morgen fahre ich an die Peripherie und besichtige Flugzeuge. Der Besuch bei Airbus muss länger geplant werden und online angemeldet werden, egal. Bis morgen!

2 Kommentare zu „Toulouse

  1. Die romanische Kirche ist ja beeindruckend. Ich reise wieder gern mit Dir. Ich hoffe, Deinen Füßen und Deinem Rücken geht´s gut?!
    Liebe Grüße Jacqueline

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