Perpignan

Mein Zug fuhr erst kurz vor 13 Uhr und so konnte ich ganz in Ruhe frühstücken. Heute gab es Baguette und Brioche vom wahrscheinlich schönsten Bäcker Frankreichs. Zum dritten Mal ging ich zur Kathedrale und diesmal kam ich auch rein.

Überall in der Stadt waren Plakate, dass im Pavillon Populaire Fotos von Andy Summers ausgestellt sind. Mir sagt der Name überhaupt nichts. Er ist (war) Gitarrist der Band The Police und hat schon während seiner Zeit als Musiker fotografiert. Das ist jetzt schlecht aus dem kleinen Begleitheft abfotografiert, aber auch im Original finde ich es nicht spannender.

Die große Ausstellung im Erdgeschoss sagt mir nicht zu, kaum ein Foto hätte ich für die Ausstellung ausgewählt. Im ersten Stock gibt es kleine Fotos vom Bandalltag und die sind richtig gut: schlechte Hotels, willige Groupies, Bilder der Langeweile vor und zwischen den Auftritten und schöne Porträts von Sting. Daneben im Espace Dominique Bagouet stellt Dominique Gutherz seine Bilder aus. Und der malt seine Frau Catherine, immer in der selben Pose mal mehr, mal weniger bekleidet. Madame sieht nicht so aus, als würde die Besessenheit ihres Mannes ihr schmeicheln. Aber nach so vielen Jahren ist das vielleicht auch kein Wunder. Also auf zum Bahnhof. Ich kaufe Fahrkarten für die nächsten vier Etappen und wieder ist Reisen an einem Sonntag teuer und häufig gefragt. Ich werde demnächst alle Tickets kaufen und dann ist das vom Tisch. Nun also Perpignan. Wieder ohne große Erwartungen, aber auf dem Stadtplan bei Google Maps ist ein großer Teil in der Altstadt verpixelt- der Palast der Könige von Mallorca, dessen Hauptstadt P. im 13. Jhd. war. Den schaue ich mir morgen an. Heute war erst einmal das Haus Palms dran. Ein Fabrikant von JOB Zigarettenpapier hat sich diesen Stadtpalast bauen lassen. Außen eher unauffällig, ist er innen

ein ganz prächtiger Jugendstilbau. Hier fangen die Magnolien an zu blühen. An der Kathedrale gibt es einen Campo Santo, was für Frankreich eher ungewöhnlich ist. Die Kathedrale selbst ist auch wieder von außen eher unscheinbaraber dafür innen in jeder Kapelle bis unter die Decke mit Fresken oder Schnitzereien ausgestattet

Hier gibt es eine schöne Fußgängerzone, dazu aber morgen mehr. Ich suche nach Etwas, das mir Essen anbietet, bin aber mindestens zwei Stunden zu früh. Das ehemalige Stadttor wurde später zum Gefängnis erweitert. Gleich hier finde ich dann den Auswegund kaufe wieder für Abendessen und Frühstück ein. Dafür habe ich ja so ein nettes Appartement. Morgen also der große Rundgang durch Perpignan. Bis dahin.

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