Marseille 2

Nun denn, auf zur großen Runde! Mit einer Tageskarte folge ich der Spur von Sophie Calle zu den anderen Museen, in denen Teile der Ausstellung untergekommen sind. Mit der Metro fahre ich zum Palais Longchamp. Hier sind sowohl das Museum der Schönen Künste als auch das Naturhistorische Museum untergebracht. Hier das Museum der Schönen Künste, der andere Seitenflügel vom üppigen Mittelbau ist dann das Naturkundliche Museum. In beiden stellt Madame auch aus.

Hier ein Blick auf Marseille von 1862 auf das Fort und die Kirche auf dem Hügel, wo ich meine Runde heute beende. Die Verbindung zwischen den Museen. Teile des Naturkundemuseums sind noch sehr altmodisch; überhaupt wirken die Präparate sehr alt und zum Teil recht brüchig. Bevor ich mit der Tram weiter fahre, besuche ich noch das Museum Grobet-Labadié, ein Stadthaus, das mit der Sammlung der Familie 1919 der Stadt geschenkt wurde.

Neben der regulären Ausstellung erzählt Frau Calle eigene Geschichten, die jeweils mit Objekten angezeigt werden (hier das Foto und das Kleid). Das ist zum Teil amüsant und berührend, oft aber auch einfach anstrengend und belanglos. Next Stop: eine moderne Mehrzweckhalle mit angeschlossenem Einkaufszentrum- sowas haben wir ja nicht in Berlin!

Aber es gibt schlechtere Beispiele und hier fährt auch mein Bus zum Le Corbusier -Haus.

Mehr gibt es leider nicht zu sehen und ich gehe zum Bus, der mich zum nächsten Museum bringt:

Jetzt haben alle Museen ihr Kürzel hinterlassen. Die Gestaltung des Museums begeistert mich! Dort, wo keine Originaldecken erhalten blieben, gibt es lackierte Objekte.

Von Frau Calle gibt es hier Videos, in denen Menschen aufs Meer blicken. Kurzer Spaziergang zum Museum für Moderne Kunst. Das Museum muss dringend modernisiert werden! Die Ausstellung ist nicht das Highlight, aber gefällt mir. Es gibt Videos bei denen alte Menschen in Pflegeheimen mit kleinen Robotern reden. Das ist genauso berührend wie beängstigend. Die letzte Etappe für heute: Notre Dame de la Garde, die über der Stadt auf einem Felsen thront. Nach der Metro also noch ein Kilometer mit vielen Stufen.

Und dann das! Der Blick reicht über die ganze Stadt.

Besonderes Highlight sind die vielen Schiffsmodelle als Votivgaben. Die kleine Insel vor den beiden großen ist übrigens Château d’If, das berühmte. Die Boote fahren aber erst im Frühling wieder hinüber. Also laufe ich wieder zum alten Hafen, bewundere die gut erzogenen Hunde und mache mir ein spätes Abendessen.

Morgen dann endlich das MuCem und das archäologische Hafenmuseum. Bis dann…

2 Kommentare zu „Marseille 2

  1. Wieder folge ich Dir gern. Den Grafen von Monte Christo habe ich in einer sehr alten Ausgabe meines Großvaters sehr gern gelesen….Besitze ich übrigens immer noch… Liebe Grüße und nimm mich weiter mit

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    1. Gern! Freue mich, dass Du mich begleitest. Ich mag auch die Variante von Stephen Fry „Der Sterne Tennisbälle“, wobei diese düsterer ist als das Original von Dumas.

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