Nun gut, die Stadt hat gewonnen! Zum Glück, sonst müsste ich noch zwei weitere Tage in einer Stadt rumbringen, die ich nicht mag. Heute als Spätstarter unterwegs, erkunde ich den roten Weg auf meinem Stadtplan und verbinde ihn teilweise mit gelb: der Weg der Geschichte (gelb) und der Rundweg durch das älteste Viertel (rot) -irgendwie naheliegend.
Das Museum der Geschichte ist zu. Na, vielleicht an einem anderen Tag. Das Seifenmuseum ist auch zu, schade.
Kurz nach dem protzigen Hotel Intercontinental, das einen schönen Zugang zum alten Hafen hat,
biege ich in die hügeligen Gassen und Treppen des alten Viertels ein. Hier gibt es viel Streetart zu sehen und einige kleine Galerien. 

Im Vielle Charité – einem ehemaligen Armenhaus –
sind drei Sammlungen zu sehen (Mexiko, Afrika, Ozeanien), Grafiken und Sophie Calle stellt in der Kapelle aus.
Ihre Ausstellung hat noch vier weitere Teile, über die Stadt verteilt. In ihrer Ausstellung durfte man nicht fotografieren. Die thematisierte den Tod ihrer Mutter. Ich habe mir einen kurzen Text gemerkt, der an einer Giraffe stand: „Als meine Mutter starb, kaufte ich eine große präparierte Giraffe und stellte sie in mein Atelier. Ich gab ihr den Vornamen meiner Mutter und nun steht Monicque hier und schaut voll Trauer und Ironie von oben auf mich herab.“ Das fand ich sehr poetisch. Ich kannte sie vorher gar nicht und habe jetzt bei Wikipedia nachgelesen und finde sie spannend. 

Nächster Punkt:
Die Kathedrale steht direkt an den Fähr -oder Kreuzfahrt-Terminals.
Es gibt ’ne Menge freie Fläche davor, aber dazu später. 

Die Kirche ist ein großer Komplex, alte Teile und Kapellen sind drumherum angeordnet.
Am Wasser entlang gehe ich zur Villa Mediterranee,
einem Kongresszentrum, und dem MuCem, dem Museum der Zivilisationen und der Geschichte des Mittelmeers
Für heute hatte ich genug Ausstellung, aber man kann einfach das Haus besichtigen
und -das ist der Knaller! – das Museum geht im Fort dahinter weiter.
Dazu muss man über eine Brücke vom Dach des Museums
auf die andere Wasserseite wechseln.
Um in die Stadt zurück zu kehren, kann man eine weitere Brücke nutzen. 
Blick von der Brücke nach der einen Seite und
der anderen.
Das ganze noch einmal im Modell
So, das wäre mir morgen zu viel geworden, deshalb fasse ich lieber jeden Tag zusammen.