Dijon

Von Saarbrücken aus fahre ich mit einem Triebwagen der SNCF in 10min nach Forbach und schon bin ich in Frankreich. Hier wartet am selben Gleis schon der Regionalzug nach Metz.

In Metz habe ich 40 min Zeit und kaufe am Automaten Fahrkarten. Dabei habe ich ein Problem, am kommenden Sonntag einen Zug zu finden, der noch nicht ausgebucht ist; wer hätte das gedacht.

In Dijon komme ich bei Regen an und die Stadt ist gleich meins – Liebe auf den ersten und zweiten Blick. Schöne Plätze, wo alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind, viele Stellen mit Leihfahrrädern, kleine Elektrobusse im Zentrum und sehr viele Fußgängerzonen mit Bäckereien und Patisserien und Confiserien…Gleich um die Ecke vom Hotel sind ein Bioladen und ein Bäcker. Ich kaufe für das Abendessen und fürs Frühstück ein und koche mir was. Das Hotel ist in einem ehemaligen Kloster. Blick in den Innenhof

Mein Zimmer ist ein Studio mit einer kleinen Küche und dem Bett auf der Empore.

Nach dem Essen gehe ich eine erste Runde durch die Stadt:

Notre Dame Dienstag, 12.2.

Das Museum der Schönen Künste wird bis Mai renoviert und alle anderen Museen haben auch zu. Für Museen in Frankreich ist der Dienstag unser Montag. Aber eine Ausnahme gibt es: Das Museum Magnin hat geöffnet. In einem ehemaligen barocken Stadtpalais haben sich die Geschwister Magnin ihren Traum eines eigenen Museums für ihre Sammlung erfüllt. Gekauft wurde das Haus von ihrem Großvater.

Vorbereitung für die Kindergruppe, die ich schon hinter mir hören kann. In den 30er Jahren wurde das Haus für das Museum behutsam umgebaut, wobei möglichst viel des ursprünglichen Flairs erhalten blieb. Blick auf den Hauptplatz- Place de la Liberation. Im Palast der Herzöge von Burgund sind heute eine Kunsthochschule, die Touristeninformation, das Rathaus und das Museum der Schönen Künste untergebracht. Der Komplex besteht aus Gebäuden des 15. bis 18. Jahrhunderts, überragt von dem 52m hohen Wohnturm. Bild von gestern Abend. Gleich um die Ecke befindet sich die ehemalige Kirche St. Étienne, in der jetzt eine Bibliothek ist.

In der und um die Markthalle ist heute Markt, was auch sonst.

Natürlich gibt es auch Senf!

Saint Michel war geöffnet:

Nach der Teepause geht es weiter. Mein zweiter Versuch, die Kathedrale zu besichtigen, ist erfolgreich:

Unter der Kirche befindet sich die Krypta, die Überreste eines romanischen Vorgängerbaus.

Es gibt hier zwei Kapitelle, bei denen der Steinmetz versucht hat, einen Menschen mit zum Beten erhobenen Händen darzustellen. Zwei Kapitelle mit je vier Seiten macht acht Versuche. Die ersten vier sehen so aus wie oben, die anderen werden immer besser bis zu diesem:

Place Darcy: Henry Darcy war Physiker und Ingenieur, geboren in Dijon, beschäftigte er sich mit strömenden und versickernden Flüssigkeiten.

Hier gibt es auch einen kleinen Park, der nach ihm benannt wurde. Auf dem Weg kam ich an noch einer ehemaligen Kirche vorbei, in der heute ein Theater ist. So, genug für heute. Morgen gibt es vier Museen zur Auswahl, mal sehen…

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