Eigentlich bin ich hier nur gelandet, weil ich noch eine Station auf dem Weg nach Frankreich machen wollte und mir diese Landeshauptstadt noch fehlte.
Saarbrücken empfängt mich mit Regen und hört so richtig damit auch nicht wieder auf. Die große Fußgängerzone hat die Geschäfte wie überall, allerdings mit Arkadengängen für das trockene Flanieren.
Mein Zimmer geht wieder zur Kirche raus, die sich aber ziemlich zurück hält. Das BioHotel Madeleine löst das Versprechen mit einem sehr guten Frühstück ein; zum Glück habe ich mein Fastenintervall verschoben.
Der Altstadt merkt man die Nähe zu Frankreich an: viele, nette Lokale, die auch gut besucht sind. Rund um St. Johann (ich bin nämlich eigentlich nicht in Saarbrücken, das liegt auf der anderen Seite der Saar) gibt es auch sehr schöne Geschäfte in kleinen Gassen. Leider regnet es immer wieder-Fotos gibt es wenig. 
St. Johann ist eine prachtvolle Barockkirche, die zur Basilika Minor erhoben wurde.
Auf der anderen Seite führt der Weg zum Schloss durch die Schlosskirche. Berühmt ist sie für die schönen Fenster von Georg Meistermann. Seit 2004 stellt man hier sakrale Kunst aus.
Von hier aus kommt man direkt ins ehemalige Ständehaus mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte und der Alten Sammlung. Wie das ganze Schlossquartier, ist es ein Bau von Friedrich Joachim Stengel, der im Auftrag des Herzogs herrschaftlich baute und dazu das alte Renaissanceschloss schleifen ließ.
Das Schloss erhielt einen neuen Mittelbau von Gottfried Böhm, der auch das
direkt daneben entwarf. Für alles zusammen gab es dann
Ich dachte, dass ich mit dem Historischen Museum in einer halben Stunde fertig bin-weit gefehlt.
Beim Bau fand man unter dem Schlossplatz noch Teile der Mauern des alten Schlosses. 
Die Ausstellung erstreckt sich auch unter dem jetzigen Schloss bis zum Nordflügel. Dort ist man in der Chronologie beim Nationalsozialismus angekommen und hat eine der Gestapo-Zellen für die Ausstellung erhalten.
Hier begegnet mir auch ein bekannter Saarländer.
Ich bin tatsächlich bis zum Schluss (18 Uhr) in der Ausstellung. Hier noch ein Blick auf die Schlosskirche.
Das monumentale Theater hat die Stadt von Hitler geschenkt bekommen, nachdem sich das Saarland für die Angliederung an Deutschland ausgesprochen hatte. Geschenk ist zu viel gesagt: die Stadt musste die Hälfte der Baukosten übernehmen. 1938 war es das modernste Theater Deutschlands.
Heute kam zum Regen noch stürmischer Wind hinzu, aber nur bis gegen Mittag. Der Regen hielt jedoch durch. Das Gebäude ist das alte Rathaus von St. Johann. 
Über den Max -Ophüls-Platz laufe ich zur Galerie der Moderne. Saarbrücken ist ja auch berühmt für sein jährliches Filmfestival und hat entsprechend viele Programmkinos mit tollen Angeboten. 
Ich verbringe einen schönen entspannten Vormittag hier, den ich im Restaurant mit einem Riesling aus der Region abschließe. Da ich mich in den letzten Tagen zu wenig bewegt habe, laufe ich eine gute halbe Stunde bis St. Arnual.
Hier ist die Stiftskirche einen Besuch wert, besonders wegen der prächtigen Grabmale der Grafen und Fürsten zu Nassau-Saarbrücken. Das Licht ist schlecht, aber ich habe es versucht. 

Zurück gehe ich am Schloss vorbei zur Ludwigskirche. Gebaut von Stengel, bildet sie mit den Palais, die sie umgeben, eines der schönsten Barock-Ensembles Deutschlands. 
Drinnen wird gerade für ein abendliches Konzert geprobt, zu dem auch der Ministerpräsident erwartet wird. Ich mache mich aus dem Staub.
In der Broschüre, die ich in der Information erhalten habe, finden sich noch so viele sehenswerte Ziele in der Umgebung, dass ich locker noch eine Woche füllen könnte.
Besonders das Historische Museum hat mich total überrascht und begeistert.
Trotzdem geht es morgen weiter…