Da die Anzahl der geöffneten Museen zu dieser Zeit halbiert ist, war der Tag recht entspannt. Ich habe beim Tee am Morgen eine Runde geplant, die mich am frühen Nachmittag wieder zum Kino führte. An der Martinspforte
vorbei, einem Bau an der Stelle des ehemaligen Stadttores gleichen Namens, gehe ich durch die Judengasse
zur Synagoge und dem Jüdischen Museum im Raschi-Haus. Hinweise auf die lange Geschichte einer wichtigen jüdischen Gemeinde hier in Worms gab es schon in der Ausstellung in Erfurt.
Von hier aus laufe ich zum Nibelungenmuseum, das an und in einem Teil der Stadtmauer untergebracht ist.
Die Ausstellung beginnt im Turm mit der Abteilung Sehen. Es laufen Ausschnitte aus dem Nibelungenfilm von Fritz Lang und dazu gibt es Erläuterungen zum Mythos vom Audioguide.
Dazu umrundet man auf einer Treppe dieses Zepter, das viele Bilder der Sage und ihrer nachfolgenden Interpretation enthält. Die zweite Station ist der Wehrgang
Mit Blick auf das Siegfriedsgrab, einem Hünengrab, das an der Stelle eines zerstörten Grabmals gestaltet wurde, laufe ich auf dem Wehrgang zum zweiten Turm; der Abteilung Hören. 
Hier hört man auf den Thronen jeweils Ausschnitte aus dem Nibelungenlied, das dann mit den verschiedenen Fassungen und Quellen verglichen wird. Oben hat man dann einen schönen Blick auf die Stadt und die Umgebung mit den entsprechenden Erläuterungen zum Lied.
Blick an Siegfried vorbei zum Dom
Stadtmauer, Museum mit dem Turm „Sehen“
Nach einer Mittagspause bei einem guten Riesling (hier gibt es das älteste Anbaugebiet meines Lieblings-Weißweins), spaziere ich über den ältesten jüdischen Friedhof Europas. Der älteste Grabstein ist von 1058/59. 
Der sogenannte „Buber-Blick“ nach Martin Buber
Vorbei am Lederarbeiter, dem Denkmal für die verschwundene Lederindustrie Worms
und am größten Reformations- (Luther)denkmal der Welt,
gehe ich zur Kindervorstellung ins Kino. In der Stadt der Nibelungen passt „Drachenzähmen leicht gemacht“ einfach perfekt.
Morgen fahre ich weiter…